Inklusion

Viva la Revolución – den digitalen Wandel gestalten!

Gut 40 Interessierte fanden sich gestern ein, als die Friedrich-Ebert-Stiftung zur Diskussion rund um die „digitale Revolution“ ins Kulturzentrum Pavillon Hannover lud. Vier Experten debattierten, teils miteinander, teils mit den Gästen, Vor- und Nachteile zunehmender Digitalisierung der Gesellschaft.
Teil der Gesprächsrunde waren:

Raúl Aguayo-Krauthausen – Autor und Aktivist
Nicola Röhricht – Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren – Organisationen
Christopher Lauer, MdA a.D. – Experte für Internetbeteiligung
Vanessa Reinwand – Weiss  – Direktorin der Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel
Moderation : Graf Fidi Rapper – Autor und Aktivist

Schnell war klar, dass Digitalisierung und der damit verbundene gesellschaftliche Wandel von vielen als Herausforderung angesehen werden. Weiterlesen

Lebens-Wert

Madeline ist 18 Jahre alt, Australierin und Model.

Ihre wachsende Fan-Gemeinde liebt sie für ihren Porzellanteint und lange, rote Haare, für ihre Begeisterungsfähigkeit und dafür, dass sie ihren Werdegang mit den Fans via YouTube und Facebook teilt.

Viele junge Frauen träumen von der Karriere, die Madeline gerade macht. Davon, ebenso wie sie bei der New York Fashion Week mitlaufen zu dürfen und zahllose Titelseiten zu schmücken.
Und doch ist es nicht allein dieser Erfolg, der Madeline Stuart so einzigartig macht.
Es ist die Tatsache, dass Madeline damit der ganzen Welt vor Augen führt, was „Lebenswert“ bedeutet.

Denn Madeline hat das Down-Syndrom. Weiterlesen

Inklusion statt Selektion

Heute ist, wie an jedem 21ten März seit 2006, Welt-Down-Syndrom-Tag.

Wieder wird viel darüber geschrieben, dass und warum wir Inklusion fördern sollten.
Getan wird wenig.

Es erfüllt mich noch heute mit Zorn und Scham, wie es mir in dieser vordergründig aufgeklärten Gesellschaft gelingen konnte, keinem Menschen mit physischer Beeinträchtigung näher zu begegnen, bis ich 29 wurde.
Die Schule, die ich besuchte, war auffällig behindertenfrei.
Ebenso mein Freundeskreis, Hort, Kindergarten, die Familie.

Meine Oma hatte eine Poliobehinderung, konnte eine Hand nicht nutzen, was mir allerdings als Kind gar nicht als Einschränkung auffiel. Wie so viele Behinderungen kaum noch Thema sind, wenn man erst einmal mit ihnen umzugehen lernt.
Und diese Erkenntnis, als ich bereits Ende zwanzig war, veranlasste mich, mich näher mit dem Thema Lebensrecht zu beschäftigen.

Wie, um Himmels willen, konnte es passieren, dass eine Gesellschaft, die mit ihrem Pluralismus hausieren geht, um die eigene Wertigkeit gegenüber anderen Ländern mit Mangel an Menschenrechten zu unterstreichen, so wenig Vielfalt in der eigenen Mitte zustande bekommt?
Wie kann es sein, dass öffentlich zwar immer wieder Inklusion gefordert wird, jedoch bestenfalls halbherzig, da das Argument, dass diese zwangsweise mit Leistungsminderung der „normalen“ Schüler einhergehen müsse, noch immer im Vordergrund steht?
Die speziellen Förderschulen waren sicherlich einmal nett gemeint, sollten Schutz bieten. Jedoch bedeuten sie nicht selten Ausgrenzung für Eltern von Behinderten und auch für die Betroffenen selber. Weiterlesen