Polizei, wohin das Auge sieht

Es ist still geworden um meinen kleinen Blog. Mein Leben verläuft gerade in neuen, anderen Bahnen und andere Dinge als Politik und der tägliche Wahnsinn bestimmen derzeit mein Leben.

Das heißt aber nicht, dass ich alles aus dem Blick verloren habe.

Den zunehmenden Autoritarismus zum Beispiel, der sich nicht nur bei AfD-Wählern und Afd-Sympathisanten breit macht und überhaupt erst Dünger ist für all die rechte Grütze, er gedeiht, wie mehrfach von mir vorausgesagt, prächtig.

Da jubeln allen Ernstes Menschen darüber, dass Eltern mit ihren Kindern von der Polizei vom Urlaub abgehalten werden, weil die Kinder schulpflichtig sind. Und ja, die Schulpflicht ist wichtig. Gerade für Kinder in desolaten Verhältnissen, weil dort am ehesten einfach „vergessen“ würde, ihnen die nötige Bildung zukommen zu lassen. Aber die fliegen selten bis nie mit ihrem Nachwuchs weg. Und Relevanz hätte ein Polizeieinsatz erst dann, wenn der Nachwuchs bereits seit Wochen oder Monaten fehlt, wenn Aufklärung und Bildung in Gefahr wären.

Vorzeitig in den Urlaub fliegende Eltern aber rechtfertigen kaum derartiges Vorgehen.

Und es ist nicht der einzige Fall maßloser Polizeiübergriffe, im Schatten des verschärften Kurses aus Bayern (der hoffentlich entgegen Prantls Befürchtungen von Karlsruhe kassiert wird). Gestern gab es ein  gegen einen Obdachlosen und seine Hunde.

Was hatte der Mann getan? Ein stadtbekannter Obdachloser, der immer freundlich war und zu dem die Anwohner guten Kontakt pflegen? Hatte er Kinder angefasst? Gestohlen? War im NSU tätig gewesen? Hatte Migranten verprügelt? Nein, nichts dergleichen. Er hatte eine offene Strafandrohung – Wegen Schwarzfahrens.

Mehr Polizei auf einen Schlag, als es das NSU – Verfahren je gesehen hätte.

Was freuten sich da nicht einige. Man(n) könne ja arbeiten gehen. Und da könnte ja jeder schwarzfahren. Wo kämen wir denn da hin.

Ja, wo kämen wir hin, wenn es einen Unterschied machen würde, ob jemand geraubt und vergewaltigt hat, oder ob er schwarzgefahren ist. Womöglich zu einer zivileren, humaneren Gesellschaft.

So aber stand dort Polizei, ein ganzes SEK-Kommando mit Pump-Guns, Schrotflinten und Vollmontur mit mehreren Wagen. (Vermutlich der „Kampfhunde“ wegen, die keine waren.)

Bei den Reaktionen auf übermäßige Polizeiaktionen, während zeitgleich gegen rechts gestreichelt wird, muss man sich hierzulande wirklich über gar nichts mehr wundern. Der obrigkeitshörige Deutsche hat nichts dazugelern

Wirklich gar nichts.

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