Hashtags

Liebe Leser, ich mache mich jetzt mal unbeliebt:

Seit einigen Tagen geistert die Aktion #metoo durch alle sozialen Netzwerke und brachte es bis hin zu einem Beitrag in der Tagesschau. Ich habe bisher vorgezogen, mich nicht zu äußern und habe mich lediglich still geärgert. Bis jetzt.

Aber ich bin tatsächlich auch Opfer geworden. Von Männern UND von Frauen. Und ich kenne viele Männer, die ebenfalls Opfer wurden. Einige von Männer, andere von Frauen. Einige von ihnen wurden von Partnerinnen geschlagen („man schlägt aber nicht zurück. Frauen schlägt man nicht“) und homosexuelle Frauen, die von ihren Partnerinnen geschlagen wurden. Und ich kenne Frauen, die Opfer wurden von Männern und von Frauen. Und jetzt möchte und muss ich mir einmal Luft machten: Die zunehmend radikale Ideologie hinter solchen Geschichten, die einseitige Viktimisierung von Frauen bei gleichzeitiger Benennung von ausschließlich Männern als Täter, ist für mich kaum noch zu ertragen. Da schwingt der gleiche chauvinistische Sexismus mit, den man hier vorgibt, bekämpfen zu wollen. Nein, Frauen sind keine heiligen, zarten Wesen, die den Weltfrieden bringen. Und ja, auch Frauen können Gewalt, Sexismus, Rachsucht, Krieg. Nur: Männer sprechen tendenziell eher nicht darüber, wenn sie Opfer werden. Ist ja weder in der feministischen noch sonstigen gesellschaftlichen Idee existent. Männer werden da gerne belächelt. Es spricht Bände, dass es für Männer hier nur „#Ihave“ (Das Eingeständnis, Täter gewesen zu sein) und ‚#himtoo“ (Mann spricht von sich in der dritten Person und selbstverständlich nur als „auch“) als Gegenhashtags gibt. Oder wahlweise #metoo – aber nur, um Solidarität mit Frauen zu bezeugen. Ich habe in den letzten Wochen vermehrt mit radikalisierten „Feministinnen“ diskutiert. Eine davon brachte es auf einen traurigen Höhepunkt, als es um Gewalt gegen Jungs und Mädchen ging. DASS es auch Jungs treffe, sei schlimm, aber das sei nun wirklich nichts im Vergleich zu dem, was Mädchen durchmachten. Ich wandte ein, dass auch Jungs an Gewalt leiden und die individuelle Erfahrung zähle und auch männliche Gewaltopfer Solidarität bräuchten. Aber nein, die gute Frau beharrte darauf, dass Gewalt gegen Jungs nun wirklich nicht so dramatisch sei. Es wird Zeit, auch Frauengewalt in gleicher Form zu beleuchten und zu benennen. (Denn warum habe ich so lange gezögert, diese Zeilen zu schreiben? Und, Hand aufs Herz, wie oft haben Sie in den letzten Wochen Berichte über weibliche Gewalt gelesen/gesehen?) Und es wird Zeit, mit der massenhaften Viktimisierung der Frau aufzuhören. Es wird Zeit, feministische Radikalismen ebenso zu benennen und zu bekämpfen. Solche einseitigen Aktionen jedenfalls finden nicht (mehr) in meinem Namen statt. Gewalt geht alle an und betrifft auch (fast) alle. Sei es in der Kindheit oder in der Beziehung. Sei sie emotionaler oder physischer Art. Wenn wir nicht anfangen, auch in dieser Debatte gleichberechtigt zu diskutieren, das heißt in dem Fall auch endlich einmal weibliche Gewalt zu benennen, Frauen als gleichwertige Menschen zu betrachten, auch in Sachen Gewalt und Unrecht, schaffen wir keine „Gleichberechtigung“. Nur neue Macht, Ideologie und Gewalt.

Vielleicht wäre eine Rückkehr zu Humanismus und eine Beurteilung von Gewalt und Unrecht anhand der Umstände weit sinnvoller, als eine Geschlechterdebatte.

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49 Gedanken zu „Hashtags

  1. Eine davon brachte es auf einen traurigen Höhepunkt, als es um Gewalt gegen Jungs und Mädchen ging. DASS es auch Jungs treffe, sei schlimm, aber das sei nun wirklich nichts im Vergleich zu dem, was Mädchen durchmachten. Ich wandte ein, dass auch Jungs an Gewalt leiden und die individuelle Erfahrung zähle und auch männliche Gewaltopfer Solidarität bräuchten. Aber nein, die gute Frau beharrte darauf, dass Gewalt gegen Jungs nun wirklich nicht so dramatisch sei.

    Vielleicht hätte die gute Frau von der Dreifaltigkeit der dörflichen Züchtigung profitiert (manchmal bröckelt mein Gewaltverzicht-Credo bedenklich).

    Von massenhafter Viktimisierung der Frau sehe ich nicht viel, eher vom üblichen Maskulisten-Opfer-Abo-Vorwurf (ich habe mich allerdings vom aktuellen Hashtag ferngehalten, aus Gründen). Es stimmt nicht, daß es keine feministische Solidarität mit gewaltbetroffenen Männern und Jungen gibt. Es gibt allerdings unter Feministinnen auch machtgeile, stumpfe und extrem dumme Frauen. Frauengewalt gegen Kinder wird andauernd und immer schon benannt. Von endlich einmal auch kann nicht die Rede sein, Mutti ist schließlich immer schon an allem schuld. Frauengewalt gegen Männer ist ein Thema, seit es Karikaturen von Frauen mit Bratpfanne oder Nudelholz hinter der Haustür gibt, die auf ihren selig betrunkenen Gatten warten.

    Weswegen ich für Differenzierung plädiere (obwohl mir Ihr Wutausbruch sehr verständlich ist) und mich einigen Punkten in Ihrem Blog nur bedingt anschließe.

    1. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung. „Frauengewalt gegen Kinder wird andauernd und immer schon benannt.“ Das kann ich nicht finden. Selbst öffentlich gewordene Fälle der Misshandlung ziehen nicht selten die nach sich, die auch in diesen Frauen noch vorrangig Opfer sehen wollen. Der Tenor dieser Tage, so weit ich das im Blickfeld habe, ist: Wird Frau Opfer ist Mann schuld. Wird Frau Täter ist auch Mann schuld. Da ist eine zunehmende Radikalisierung eines nicht unwesentlichen Teils derer, die sich „Feministinnen“ nennen im Gange. Und: Mein Wutausbruch war das Bedürfnis nach mehr Differenzierung, weil mich die zunehmende Einseitigkeit der Debatte unglücklich macht. Auf jeden Fall vielen Dank für den Kommentar und ein angenehmes (und vor allem gewaltfreies) Wochenende

      1. Der Tenor dieser Tage, so weit ich das im Blickfeld habe, ist: Wird Frau Opfer ist Mann schuld. Wird Frau Täter ist auch Mann schuld.

        Hmnuja, in gewisser Weise ist da etwas dran. Wenn man das aus idiotischen Frau-gut-Mann-böse-Ideen löst und überhaupt damit aufhört, in biblischen Schuld-Kategorien zu denken.

        Es ist eine Binse, daß aus Opfern auffällig oft Täter werden.

        Der Unterschied liegt in gesellschaftlichen Hierarchien und in tendenziell unterschiedlichen Mustern des Umgangs mit erlittener Gewalt und deren möglicher Weitergabe bei Männern und bei Frauen.

        Vereinfachung und Einseitigkeit der Debatte ist vermutlich – auch – dem dazu gewählten Medium geschuldet. Einer der Gründe, warum ich mich von Facebook sternfernhalte – bei Twitter ist schon durch die Form klar, daß es kurz und knapp wird.

        1. Vermutlich eine äußerst kluge Entscheidung, die sozialen Netzwerke weitestgehend zu meiden. Ich bin da etwas zwiegespalten, weil man dort natürlich in sehr konzentrierter Form, die unterschiedlichen gesellschaftlichen Tendenzen sehr direkt erfährt. Man bekommt einiges von Stimmungen mit. Ich glaube, man erlebt dort eben nur sehr viel direkter, was tatsächlich auch sonst, mal offen, mal heimlich, in den Köpfen derer stattfindet, deren Gedanken man (zum Glück) nicht lesen kann.

    1. Vielen lieben Dank. Dann werde ich morgen gerne mal querlesen und wünsche bis dahin erstmal einen schönen Abend

    2. Ich habe gerade mal kurz auf Ihrem Blogroll reingeschaut und festgestellt, dass wir doch sehr ähnlich ticken und interessiert sind. Deshalb: Sagen Sie, kennen Sie den „Kiezneurotiker“ und wissen Sie, was aus ihm geworden ist? Liebe Grüße

      1. Den Kiezneurotiker habe ich über die Maßen geschätzt und es sehr bedauert, dass er den Laden dichtgemacht hat. Keine Ahnung, was aus ihm geworden ist. In einem seiner letzten Beiträge ist damals angeklungen, dass ein Arbeitskollege Wind davon bekommen hat, dass er Blogger ist und was er so bloggt. Möglich, dass er da auf Nummer sicher gehen wollte. LG

        1. Vielen Dank. Ja, sehr schade drum. Einige Kollegen lernt man doch sehr schätzen über die Zeit, gell? Und dann fällt einem erst hinterher auf, dass man nicht mal kurz anrufen kann, weil man eigentlich gar nicht so genau wusste, wer dahinter steckte.

          1. Es sind ihm einige Widersacher ernsthaft auf die Pelle gerückt, mehr kann ich hier dazu nicht erwähnen.

  2. Hallo Susannah,
    ich würde Dir gerne im vollem Umfang zustimmen. Kann ich aber leider nicht. 🙂

    Zu 100% unterschreiben kann ich Deinen Schlußsatz:
    „Vielleicht wäre eine Rückkehr zu Humanismus und eine Beurteilung von Gewalt und Unrecht anhand der Umstände weit sinnvoller, als eine Geschlechterdebatte.“

    Ich denke aber, dass körperliche und sexuelle Gewalt schon tendenziell von Männern ausgehen. Ob das jetzt so genetisch determiniert ist, oder sozialisationsbedingt, wäre wohl eine spannende Frage.

    Ich war mal in einer Beziehung gegenseitiger Liebe. Das hört sich gelesen noch schwülstiger an, als gedacht, aber es war halt so. Es war nicht Liebe in reiner Form. Es war Liebe ohne Vertrauen. Es war Liebe, die keine Freiräume zuließ.
    Nichts desto Trotz war es Liebe. Eben aber auch mit dem Krebsgeschwür der Verlustangst.

    In dieser Beziehung war das höchste Aggressionslevel. Ich habe aber nie eine Frau geschlagen, und da bin ich nicht stolz drauf. Es war nie eine Option für mich. Ich musste mich nie beherrschen, es nicht zu tun. In so fern keine Leistung.
    Ich habe Türen geknallt und Hörer aufgeschmiessen (damals ging das noch).
    Ich kann mich erinnern, mich im größtem Streit von ihr weggedreht zu haben. Sie schlug dann auf meinen Rücken ein.
    Wer hat Gewalt ausgeübt???
    Ich, der ich mich wegdrehte, oder Sie, die hilfesuchend auf mich einschlug (es tat nicht wirklich weh)?
    Auch heute empfinde ich mich in dieser Situation als den Schuldigen.

    Worauf ich hinauswill:
    Bei Kindesmißbrauch, Vergewaltigung, … ist der Fall klar.

    Aber in Beziehungen ist die Gewalt viel subtiler.
    Da ist auch Liebesentzug Ausdruck der Gewalt.
    So bitter es klingen mag: Auch in eigentlich funktionierenden Beziehungen kommt es zur Ausübung von Gewalt. Oft unterbewusst, wird dann die Liebe des Anderen als Waffe benutzt.

    Was ich damit sagen will:
    Gewalt ist eigentlich alltäglich. Wenn sie körperlich wird, wird sie justiziabel. Aber andere Gewaltformen schmerzen manchmal viel mehr und nachhaltiger.

    Ein Beispiel:
    Ich erinnere mich an einem Fall, bei dem Eltern aus Strafe jahrelang (!!?) nicht mehr mit ihrem Kind gesprochen haben.
    Das ist Gewalt ohne Blessuren, ohne Schrammen oder Inzest.
    Aber es ist unmenschliche Gewalt, die eine Menschenseele zerbricht.

    Und da gibt es auch keine Gerechtigkeit und wird es niemals geben.

    Wir dürfen nicht den Anspruch haben, dass die Justiz unser Miteinander fair macht.
    Wir haben alle ein Gewissen (bis auf wenige pathologische Ausnahmen).

    Jeder sollte den Anspruch haben, das zu tun, was gut ist.
    Das unausweichliche Scheitern dabei sollten wir selbstkritisch hinterfragen. Und mit dem einhergehenden Erkenntnisgewinn Besserung geloben.

    Nicht wegen einer Religion, oder aufgrund des Strafgesetzbuches.
    Sondern für einen selbst – und nicht zuletzt für den Gegenüber.

    Die Judikative kann da nur äußere Leitplanken setzen…

    Weinstein ist wohl ein Arschloch.
    Das allein ist nicht strafbewehrt.
    Sexuelle Nötigung bis hin zur Vergewaltigung sollten aber nicht lediglich Stoff für Medien und Internetforen sein, sondern strafrechtlich verfolgt werden. Mir scheint, aufgrund der finanziellen Macht geht da so verschiedenen Staatsanwälten die Muffe…

    1. „Ich kann mich erinnern, mich im größtem Streit von ihr weggedreht zu haben. Sie schlug dann auf meinen Rücken ein.
      Wer hat Gewalt ausgeübt???“ Ganz einfach: Sie. Wir haben die Zeiten hinter uns gelassen, in denen Männer sagen durften: „Sie hatte Schuld, dass ich sie geschlagen habe, sie hat mich provoziert.“ Also gilt das selbstverständlich ebenso für Frauen. Die Dunkelziffer, wie viel Gewalt denn nun von Frauen ausgeht dürfte, weil eben immer noch viele Einschätzungen wie von dir existieren, weit höher sein, so dass ich auch deiner Eingangseinschätzung nicht vorbehaltlos zustimmen mag. „Aber in Beziehungen ist die Gewalt viel subtiler.
      Da ist auch Liebesentzug Ausdruck der Gewalt.“ Schrieb ich im Text oben. Dass man nämlich psychische und emotionale Gewalt nun auch endlich mal Gewalt nennen sollte. Und gerade hier stehen Frauen Männern in nichts nach. Und: Sobald Schläge stattfinden, wie du es hier benannt hast (einer von unzähligen Männern, die mir so etwas erzählen), ist nichts Subtiles mehr an Gewalt. Und ja: Straftaten sind eine Sache der Justiz – Nicht der öffentlichen Netzwerke. Ein weiterer Punkt, warum ich mit einseitigen Kampagnen der Sorte oben meine Probleme habe.

      1. Susannah,
        die Schuldfrage ist nicht so leicht einzutüten. Sie ist von immens vielen Faktoren abhängig. Die Schläge waren nicht mit der Intension geführt, mir weh zu tun.
        Ich tat dieser Person viel mehr weh.
        Man könnte sagen,dass wir beide unschuldig oder schuldig waren.
        Unschuldig, im Sinne von, im Affekt Gewalt auszuüben. Unterbewusst, und nicht kognitiv gesteuert.
        Bei diesem Beispiel ist es auch müßig, sich über die Schuldfrage den Kopf zu zerbrechen.
        Die Schuld entsteht in einem selbst, oder in der Wahrnehmung des anderen.
        Schuld ist subjektiv, ja, und sogar Gewalt.
        Das gilt nicht nur für Beziehungen, sondern auch bspw. für Arbeitsverhältnisse.
        Auch die Verfolgungsbetreuung der Hartz-IV-Gesetzgebung ist ausgeübte, und staatlich performte, Gewalt.

        Manchmal ist die Schuld leicht auszumachen. Manchmal eben nicht.
        Die meisten Formen von Gewalt sind so subtil, dass sie nicht im STGB auftauchen.

        Die alltägliche, immerwährende Gewalt, und deren Auseinandersetzung damit, sollte nicht alleinig auf die Gerichtsbarkeit überantwortet werden.
        Ich hoffe bspw. auf eine Strafverfolgung von Weinstein, ohne den Anspruch zu haben, dass damit für alle Beteiligten Gerechtigkeit hergestellt wird.
        Alleine, dass sich Weinstein vor einer Gerichtsbarkeit verantworten muss, macht die Welt ein wenig gerechter.

        Ich will mal Westerwelles Spruch umgekehren, der da hieß:
        „Wenn jeder an sich denkt, dann ist an alle gedacht.“

        Meine Version:
        Wenn jeder seinem Gewissen folgt, und sich selbstkritsch hinterfragt, dann könnten wir ja endlich mal Kants Kategorischem Imperativ folgen:

        „Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

        In diesem Sinne,
        beste Wünsche
        und ein gutes Nächtle.

        1. Sorry, aber in Fragen von Gewalt eben falsch. Da geht es nicht (nur) um private Emotionen sondern letztendlich selbstverständlich um die rechtswissenschaftliche Einordnung. „War doch nicht so schlimm“ war ein langjähriges Argument schlagender Ehemänner und schlagender Eltern. Die das vermutlich auch glaubten. Und physische Einwirkung ist eben nicht entschuldigt mit Vorgängen davor. (Deine Freundin hätte alterativ auch einfach gehen können. Es war also kein Handeln in Notwehr.) Was du hier tust, ist Gewaltrelativierung. Und nochmal: Eben das stört mich massiv und zunehmend. Und: Du hantierst hier mit „Gewissen“ – Den einen beißt sein Gewissen schon, wenn er nur glaubt, ein falsches Wort gesagt zu haben. Den anderen nicht mal dann, wenn er getötet hat. Was für eine Maxime soll also das „Gewissen“ sein? Der Rechtstaat schreibt vor: Gleiches Recht für alle. Das ist eine Maxime, die einen Wert hat. Und Kant: So ist es. Galt auch für deine Freundin: Wenn du nicht geschlagen werden willst, wenn du nicht willst, dass Schläge zu „Recht“ werden, schlage nicht. Damit hast du ja dann doch noch ein valides Argument gebracht. Allerdings eines in meinem Sinne.

      2. Noch eine kurze Nachbemerkung:
        Wir sollten aufhören, die Schuld angewendeter Gewalt fokussiert jeweils im eigenen Geschlecht zu suchen.
        Das ist dann ja dann auch schon wieder Sexismus (wenn auch unter anderen Vorzeichen).
        😉

        Der anzutrebende Punkt, ist doch der, dass man Geschlecht, Religion, sexuelle Ausrichtung, ethnische Herkunft, usw. gar nicht mehr als Unterscheidung wahrnimmt.
        Dass man sich lediglich als Teil eines Kollektivs wahrnimmt…

        Der nächste Schritt wäre dann, uns nicht lediglich als gemeinsame Menschenspezies zu begreifen, sondern vielmehr als Teil einer (im besten Falle simbiotischer) Gesamtheit an Fauna und Flora.

        Aber davon sind wir noch ganz weit entfernt.
        Ich träume nur.

        1. Auch hier fehlen mir klare Definitionen. Wer ist hier „wir“? Wer sucht denn im eigenen Geschlecht? Ich habe in dem Beitrag aufgefordert, Männer und Frauen im Sinne der Gleichberechtigung auch gleich zu beurteilen und auf beide gleichermaßen zu schauen. Du hast hingegen weibliche Gewalt relativiert. (Auf Basis einer persönlichen Erfahrung). Und (ich wiederhole mich): Im öffentlichen Diskurs wird eben genau das getan: Frau – Nur Opfer, Männer – Nur Täter (ist jetzt polemisch zugespitzt, aber die Tendenz ist eben sehr klar und sehr offensichtlich. Und deshalb berief ich mich auf „Humanismus anstelle von Feminismus“.

  3. 1. Teil
    Unbeliebt (siehe oben) würde ich nicht sagen, aber unsolidarisch. Während hier mit der Attitüde der Querdenkerin und bei Stefan R. die Unschuldsvermutung als Methode der Relativierung gewählt wurde, empfinde ich gerade den oben stehenden Text als antifeministisch und in der Tradition der Ideologie von Maskulisten und Antifeministen, die ja auch gerne den Focus beim Thema Gewalt auf sich gerichtet hätten. Ja, auch ich habe ein paar Tage gezögert, hier einen kritischen Kommentar zu schreiben.

    Worum geht es denn? Es geht NICHT darum, dass die öffentliche Aufmerksamkeit sich auf einen einmaligen, spektakulären Vorfall wie z. B., dass Jennifer Lawrenz und Emma Watson den Filmmogul Harvey Weinstein mit vorgehaltener Schusswaffe vergewaltigt hätten. Der aktuelle Anlass des Hashtags ist die jahrelange, sexuelle und erpresserische Übergriffigkeit eines Alphamannes gegenüber Frauen. Dies hatte zur Folge, dass tausende von Frauen aus allen Bevölkerungssschichten von ähnlichen Erlebnissen berichteten. Die Einträge in den sozialen Medien schossen durch die Decke.

    Mit Gewissen (stimme Dir zu) und Schuld (übrigens ein religiöser Begriff) hat das alles nichts zu tun. Eher mit Verantwortlichkeit und Rechenschaft.

    Gewalt beginnt bereits mit „Worten, die wie Schläge sind“ – Patricia Evans, 1995. Verbale MIßhandlung in Beziehungen geht -auch da Zustimmung- von beiden Geschlechtern aus. Anders ist es in der Kommunkation, bei der es um männliche Kontrolle geht. Die feministischen Linguistinnen Senta Trömmel-Plötz und Martha Pusche haben die typische Männersprache bereits zu einer Zeit erforscht, als es den Begriff Genderstudies noch gar nicht gab.

    1. Zum Glück sind die Dinge, die Sie empfinden, ganz im Sinne freiheitlicher Rechte, Ihre Sache. Aber was Sie doch schön aufzeigen ist, dass jeder Versuch der Differenzierung den „Antifeminismusvorwurf“ nach sich zieht. Ich bin eine alleinstehende, erwachsene Frau. Was sollte mir am Antifeminismus lieb sein? Aber so ist das mit Bauchgefühlen: Sie folgen nicht der Logik. der Schluss steht lange, bevor die Argumentation gewählt wird. Und wie bei Stefan. Nebenbei: Die Unschuldsvermutung gilt immer. (Bis die Schuld bewiesen ist). Ein, ebenfalls freiheitliches, rechtsstaatliches Grundprinzip, an dem ich hänge. Und solidarisch bin ich mit jedem, dessen Haltung ich unterstützen kann. Da es kein weibliches Kollektiv gibt, das in einheitlichem Interesse agiert, dass mir jeder Mann ebenso lieb ist wie Frau, wenn wir dieselben Werte vertreten, kann schwerlich ein Vorwurf sein. Ich mache meine Interessen tendenziell nämlich nicht an Geschlechtsmerkmalen fest.

  4. 2. Teil
    Auch das Thema „Frauen als Täterinnen“ ist ein alter Hut. Martha Mamozai („Komplizinnen“) und Bettina Zeller nebst Jolanda Jung haben mit ihrer Essaysammlung „Wenn Frauen hassen“ jeweils schon 1995 Interessantes und Amüsantes dau geschrieben.

    MeeTo nun als Anlass zu nehmen, über Gewalt von Frauen gegen Männer zu schreiben, ist ein Heimspiel für wikimannia und Konsorten -http://de.wikimannia.org/Gewalt_gegen_M%C3%A4nner- . Gewalt von Frauen gegen Männer hat faktisch nicht die Signifikanz (Männerhäuser versus Frauenhäuser?????), dass es „Zeit wird, auch Frauengewalt in gleicher Form zu benennen und zu beleuchten“ (Zit. Susannah W.). Das ist so schräg, als ob der Holocaust mit dem Argument relativiert würde, dass ja nach dem Krieg -also zu einer Zeit, als von Putativnotwehr nicht mehr die Rede sein konnte, sondern von Rache- deutsche und andere Täter von jüdischen Organisationen wie „Nakam“ und die „Jüdische Brigade“ gejagt und getötet wurden.

    Mutig erscheinen meiner Meinung nach die Autoren, Journalisten und Blogger, die diese feine Gesellschaft der Filmschaffenden, Promis und Sternchen mit ihrer scheinheiligen Bekenntniskultur abwatschen. Jahrelang hingeschaut und weggesehen, die meisten haben es gewußt, darüber getuschelt und die Opfer vielleicht sogar nicht einmal bemitleidet, denn es waren ja schließlich Konkurrentinnen im Rattenrennen um lukrative Engagements. Dieses Schweigekartell ist der eigentliche Skandal im Skandal.

    PS.: Radikal ist für mich übrigens ein positiv besetztes Wort. Distanzierende Anführungszeichen sind nicht nötig. ,-)

    1. Im ersten Kommentar meinerseits ist alles gesagt. Zumal Sie, nach Ihrem Relativierungsvorwurf, nun nicht zurückschrecken, Antisemitismus hier anzubringen. Wie könnte man schlimmer relativieren? Sie werfen Dinge in einen Topf, die nicht zusammengehören, schrecken an keiner Stelle vor argumentativen Radikalismen zurück. Jede Differenzierung sehen Sie als zu „relativ“. Jedes abwägen als unsolidarisch. Wer in solchen schwarz-weiß-Einheiten denkt, in Bauchgefühlen und Totalitarismen, dem kann ich wohl kaum weiterhelfen.

  5. „Wenn wir nicht anfangen, auch in dieser Debatte gleichberechtigt zu diskutieren, das heißt in dem Fall auch endlich einmal weibliche Gewalt zu benennen, Frauen als gleichwertige Menschen zu betrachten, auch in Sachen Gewalt und Unrecht, schaffen wir keine „Gleichberechtigung“. “ (Die Keule der Unschuldsvermutung lasse ich mal im Kescher.)

    Dazu einen Nachtrag: Es ist selbstverständlich völlig legitim, weibliche und männliche Gewalt zu vergleichen. Wenn aber diese Vergleiche nicht zu dem Resultat führen, die existierenden Differenzen herauszuarbeiten, handelt es sich um eine soziologisch unhaltbare Gleichsetzung.

    1. Es geht nicht um einen „Vergleich“, sondern um Gleichsetzung. Auch das ist bereits in unserer rechtsstaatlichen Idee implementiert: Es zählt das Individuum und die an ihm begangene Tat. Was Sie also (wieder mit Radikalismen und absurden Vergleichen) zu untermauern versuchen, ist eben das, was ich anprangere: Eine Doppelmoral, ein Unrecht, dass sich durch Bauchgefühle und Totalitarismen noch dauerselbstrechtfertigt. Gewalt ist individuelles Erleben. Kein geschlechtsgebundenes.

  6. Ihre Antworten vermitteln mir eine Ahnung, warum Sie sich mit dem Duderich so einig sind (Schulterklopferblog) . Wenn die Inhalte meiner Argumente erdrückend sind, weichen Sie aus auf die Metaebene der Rhetorik und kritisieren meine Stil. Sie wollten sich nach eigenem Bekenntnis unbeliebt machen- Wenn sich aber hier nicht nur Fanboys melden, schlägt ihre geschliffene Wortwahl schnell in Schaumsprache und Binsen um:“Gewalt ist individuelles Erleben. Kein geschlechtsgebundenes“.

    Kann ich mit leben. So wie Sie mit dem Beifall der Maskulisten wie z. B. Manndat und Arne Hoffmann leben müssen, die Ihren Text sicher mit endlosem Schenkelklopfen lesen würden, weil er deren Mainstream (Frauen sind genau so böse und gewalttätig wie Männer). bedient. (Anhaltendes Kopfschütteln.)

    Radikale Feministinnen und Radikalfeministinnen (das sind die unter dem Label der Doppelaxt) sind mir da schon lieber.

    1. Ich weiß nicht, ob Sie auch nur einen Satz gelesen haben, den ich schrieb. Es ist sehr mühsam mit jemandem zu diskutieren, der ganz offensichtlich seine Argumentation einer vorgefertigten Meinung anpasst, überall Bündnisse verortet. Sie haben nicht ein einziges überzeugendes Argument gebracht. Stattdessen aber Dogmen, Vorwürfe, viel Geschwafel. Womit ich lebe und womit nicht, überlassen Sie mir. Ebenso die Einschätzung, wo ich politisch und als Mensch stehe. Danke.

      1. Auch auf die Gefahr hin, da ich mich lächerlich mache, bin ich der Meinung, das die Gewalt von beiderlei Geschlechtern ausgeht, nur jeder nach seiner Facon.
        Die Männer eigentlich ziemlich stringent die gleicher Nummer fahren eben mit der Option letztlich körpeliche Gewalt auszuüben.
        Während die Damenwelt hingegen wesentlich differenzierter agiert gerade weil sie sie in der Regel jedenfalls, die Gewaltoption nicht haben.
        Da wir uns mittlerweile wieder restriktiv als emanzipatorisch entwickeln, sich die Gesellschaft aber gleichzeitig mehr und mehr polarisiert macht es gerade im Umgang der Geschlechter immer komplizierter.
        Ein Teil der Frauen hat sich seit den ausgehenden 60er und danach in den aufgeklärten 70ern Jahren emanzipiert.
        Während dann schon mitte der 80er Jahre eine art Neukonformismus und Prüderie, was auch dem neoliberalen Einfluss geschuldet ist, sich in die Reihen unserer Gesellschaft eingeschlichen hat.
        So das auch das Mann/Frau Verhältnis wesentlich komplexer geworden ist, sich quasi viele neue Spielarten des Umgangs untereinander etabliert haben, aber gerade die Männer es nicht schaffen sich der neuen Komplexität anzupassen.
        Einerseits die neuen progressiven Frauen und andererseits die, sagen wir mal altbackenen konservativen Frauen die wieder mehr Wert auf die geschlechterspezifischen Rollen legen so wie es vielleicht zu Zeiten Adenauers der Fall war.

        1. Ich sehe das Problem hier im Kampf um Deutungshoheiten. Dem eigentlich wertvollen Pluralismus stehen zunehmend radikalisierte Gruppen Männer und Frauen entgegen, die ab von ihrer Geschlechtsvorstellung keine Alternativen wünschen. Da werden von „feministischer“ Seite alle Frauen verlacht und verachtet, die sich ab des neuen Frauenbildes und doch nur neuen Klischees entscheiden. (Da wird Unterstützung für Frauen, die sich für alte Bilder entscheiden, schon mal als „Herdprämie“ verlacht. Frauen, die Großfamilie haben, werden als „asozial“ abgestempelt. Nicht zu vergessen als grundsätzlich „dumm“, da nicht auf Erfolg und Konkurrenz aus.) Dann die Männer, die gerne die alten Rollen zurück hätten und für alternative Frauenrollen nur Verachtung übrig haben. Anstatt einer Vielzahl konstruktiv wirkender, nebeneinander funktionierender Lebensweisen radikalisieren sich hier alle Seiten zunehmend. Auch hier: Ebenfalls Männer UND Frauen. Gerade im Bereich Feminismus jedoch wird diese Radikalisierung nicht angekreidet. Und wenn, dann oft nur von denen, die selbst nur die andere Seite der radikalen Münze sind. Aber es ging im Feminismus mal um Entscheidungsfreiheit. Dies gilt dann eben auch für die Frauen und Männer, die andere Wege gehen, vielleicht das klassische Rollenmodell wählen. Aber diese Idee wird zunehmend einem Konformismus unterworfen, der einfach nur ein neues Frauenklischee erschafft. Aber wenn man Missstände in Sachen radikalisierter Feminismus (und nochmal: Ich spreche hier nicht von DEM Feminismus, sondern von Teilen der feministischen Bewegung) nicht mal ansprechen darf, ohne dafür, wie auch hier in den Kommentaren geschehen, mindestens „rechts“ verortet wird, oder einem „Applaus von Maskulinisten“ als Totschlagargument geboten wird, dann muss man sich fragen dürfen, ob nicht doch etwas nicht ganz richtig läuft.

  7. Zur Täterinnenschaft von Frauen wissen wir insgesamt noch recht wenig Zuverlässiges. Jedoch haben in der bundesdeutschen Prävalenzstudie von 2004 auch Frauen teilweise angeben, mit der Gewalt in der Paarbeziehung begonnen zu haben (ca. 14 % der Betroffenen von Partnergewalt); konkret nachgefragt worin diese Handlungen bestanden, wurden aber eher Aspekte von Mitschuld beschrieben (etwa: „ich habe ihn provoziert“), sowie verbaleoder leichtere körperliche Übergriffe („ich habe ihn am Pulli angefasst“),und nur sehr selten eine einseitige schwerereGewaltinitiative berichtet (vgl. Schröttle/Müller 2004, Langfassung S. 238).

    Eine neuere systematische Untersuchung zur Tötung von Intimpartnern in 66 Ländern zeigt auf, dass das
    Risiko für Frauen, Opfer eines Tötungsdeliktes durch Partner oder Ex-Partner zu werden, sechsmalso hoch ist, wie das Risiko für einen Mann, durch den Partner oder die Partnerin
    getötet zu werden (vgl. Stöckl et al. 2013). Von einer Gleichbetroffenheit beider Geschlechter durch schwere und folgenreiche Ausprägungen von Gewalt in Paarbeziehungen kann vor diesem Hintergrund nicht die Rede sein

    Schröttle, Monika
    (2010): Kritische Anmerkungen zur These der Gendersymmetrie bei Gewalt in Paarbeziehungen.
    In: Gender, Heft 1/2010, S. 133

    .

    1. Dieselbe Argumentation haben schon Männer in der Diskussion hervorgebracht („Sie hat mich geschlagen, aber ich habe sie provoziert“) Auch hier sind Mann und Frau also relativ ähnlich. Und auch, wenn ich es an anderer Stelle schon schrieb: Sie beziehen sich hier vorrangig auf physische Gewalt. Diese ist nicht nur auf Partnerschaften, sondern auch auf Eltern-Kind-Beziehung zu münzen. Allein das würde die Zahlen schon verändern. Zweitens ist Gewalt eben nicht nur eine Frage physischer Gewalt. Psychische Gewalt (Passiv-aggressive ebenfalls) ist vorrangig Waffe der Wahl vieler Frauen. (Was sich selbstverständlich aus der physischen Unterlegenheit ergibt). Mir ist bei Ihnen also der Gewaltbegriff an sich schon zu eng definiert und von vorneherein vorrangig auf typisch männliche Gewalt ausgelegt. Opfer von Mobbing, emotionaler und andersartige psychischer Gewalt wissen, dass auch diese Gewalt nachhaltig auf Psyche wie Physis wirken kann. Gewalt hat viele Gesichter. Und die sind männlich wie weiblich. Weil sie menschlich ist. Die Frage nach Gewalt ist eine anthropologische. Woher also der Hang, Frauen das gewaltfreiere Wesen unterstellen zu wollen? Nimmt man Gleichberechtigung ernst, gehört zu einer Aufgabe permanenter Erniedrigung auch die Aufgabe permanenter Erhöhung. Frauen sind Menschen. Menschen haben, auf unterschiedliche Arten, einen nicht zu leugnenden Hang zu Gewalt. Der drückt sich vielfältig aus. Ich danke dennoch für den Beitrag. (Und möchte kurz darauf hinweisen, dass ich von WordPress die Meldung über einen fragwürdigen/gefährlichen Link erhalten habe, wobei ich keinen offensichtlich Link feststellen konnte. Vielleicht automatisch gelöscht?) Mit freundlichen Grüßen

      1. Single bleiben oder wieder werden ist für mich und Viele mehr die stressfreieste Lösung. Mentalphysisches Zöllibat. 🙂

        1. Ach, es ist doch, wie es immer war: Meist will man gerade das, was man nicht hat 😉 Oder woran man nur schwer kommen kann. Ist man lange genug wieder Single, will man einen Partner, hat man lange genug einen Partner… nun ja, Sie wissen schon

    1. Danke, meine Liebe. Da ich weiß, dass du da auch ein kritischer Geist bist und mich durchaus zusammenstauchen würdest, wenn ich totalen Unsinn von mir gebe, bedeutet mir das viel 😉

  8. Da es hier sehr ruhig ist, gbe ich noch einen aus:

    https://editionf.com/gefangen-in-stereotyper-maennlichkeit

    Ein köstlich ironischr Text zum Thema allgemein. Kostprobe:

    „Es ist zum Heulen
    Und wir, liebe Frauen, sollten endlich anerkennen, dass die Männer bei all diesen Themen doch die wahren Verlierer sind. Wir haben ihnen die Wickeltische, das Recht auf sexy Körper, den Flirt im Büro und den Spaß an Komplimenten genommen. Wir sperren sie in Führungsrollen, wo sie nie hinwollten, während wir in den von ihnen bezahlten Küchen die Zimtschnecken rollen dürfen, die sie viel lieber selbst gebacken hätten. „

    1. Tatsächlich verlieren beide Seiten bei dieser Form der Kriegsführung. Frauen erhalten neue Rollen und Schubladen (Männer übrigens ebenso) und der Diskurs wird vergiftet und ein Klima der Angst befeuert. Hier gewinnt keiner.

      1. Die fortschreitende Teilung der Gesellschaft gewinnt wie immer.
        Die ausnutzend sexuellen Attacken der Mächtigen werden bis in die Mitte verallgemeinert und jeglichstes Kompliment/Flirt kriminalisiert.
        Welcher Ton die Musik macht ist nicht mehr ausschlaggebend und die weitere zwischenmenschliche Beziehung verklemmt.
        Koenntest du nicht auch „ma chère… locker falsch verstehen koennen ?

          1. Tout est pareil. Nichts Neues. Ich komme auch kaum zum Schreiben, lerne derzeit fürs Abi. Gerade Bio und Peptidbindungen -.- Es gibt schönere Themen 😉 Und bei dir? Que fais-tu ces jours-ci?

          2. Hast Recht, ist längst überfällig. Die Interviewreihe wird bald fortgesetzt. Ansonsten stecke ich hier in einem anderen Projekt, das mich fordert. Und außer, dass die ganze Welt verrückt zu werden droht, passiert ja auch nichts Neues

          3. Den Blog kannte ich vom Hörensagen. Traurig ist sowas dennoch. Zumal es nun in den letzten Monaten einige sind, die entweder entnervt aufgeben, sich der Hetze beugen oder aus anderen Gründen „Die Segel streichen“. Traurg 🙁

          4. Ist doch meistens so, oder? Ich glaube, ich wirke im Schreiben auch weit aggressiver, als ich im tatsächlichen Miteinander bin. Und ja, soweit passt dann das Brecht-Zitat. Es ist schwer höflich zu bleiben, im Angesicht von so viel Unrecht. (Und gelegentlich von so viel Dummheit). Einen schönen Sonntag wünsche ich. Ich muss jetzt erstmal die Grippe auskurieren, die mich hinterhältig niedergestreckt hat…

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